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Muttermilch ist die beste Nahrung für Babys, die es gibt – daran hat die Forschung keinen Zweifel. Mit ihr bekommt das Neugeborene alle Nährstoffe, die es braucht und das in genau der richtigen Menge und Zusammensetzung. Aus medizinischer Sicht können über 98 % aller Mütter stillen – wenn es aber absolut nicht klappen will oder aus gesundheitlichen Gründen erforderlich ist, macht es Sinn, auf Ersatznahrung im Fläschchen zurückzugreifen.

Vorteile des Stillens für Baby und Mutter

Praktischer geht es eigentlich nicht: Stillende Frauen haben alles dabei, was ihr Baby braucht. In Sekundenschnelle können sie ihr Kind füttern und ihm alles geben, was es für ein gesundes Wachstum braucht. In den verschiedenen Wachstumsphasen passt sich die Muttermilch den sich ändernden Nährstoffbedürfnissen des Babys automatisch an – die Gefahr einer Überernährung besteht nicht. Noch dazu ist Muttermilch immer richtig temperiert, hygienisch und jederzeit kostenlos.

 

Auch für die Mutter hat Stillen gesundheitliche Vorteile. Das beim Stillen ausgeschüttete Hormon Oxytocin bewirkt eine schnellere Rückbildung der Gebärmutter. Auch das Brustkrebsrisiko verringert sich beim Stillen. Noch ein Bonus: Stillende Mütter nehmen nach der Geburt schneller ab, weil durch das Stillen zusätzliche Energie verbraucht wird – rund 500 Kilokalorien pro Tag.

Stillen fördert die gemeinsame Bindung

Der enge Kontakt während des Stillens lässt Sie und Ihr Baby schnell miteinander vertraut werden. Ihr Baby spürt Nähe, Wärme und Zuwendung. Und auch Sie spüren ganz direkt, wie es Ihrem Baby geht, ob es entspannt und zufrieden ist oder es sich unwohl fühlt. Dieser Austausch fördert die gemeinsame Bindung und ist extrem wertvoll für die Beziehung zwischen Mutter und Kind. Durch das Saugen des Babys wird im mütterlichen Körper zudem das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet.

Probleme beim Stillen? Lassen Sie sich nicht entmutigen!

Auch wenn Stillen der natürlichste Vorgang der Welt ist: Manchmal will es einfach nicht sofort klappen. Lassen Sie sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Aus medizinischer Sicht ist es fast jeder Frau möglich zu stillen. Oft bedarf es nur etwas Übung und der richtigen Technik. Denn während der Schwangerschaft wurden sowohl Sie als auch das Baby optimal auf den Vorgang des Stillens vorbereitet. Ihr Baby hat am Daumen gelutscht und Saugen geübt. Und in Ihrem Körper haben die Hormone alles in Gang gebracht. Bei Problemen helfen Ihnen Ihre Hebamme oder Frauenärztin gerne weiter, auch bei sogenannten Stilltreffs und Stillberatungen bekommen Sie kompetente Hilfe.

Wie oft soll ich mein Baby stillen?

Stillen Sie Ihr Baby ganz nach Bedarf und legen Sie es an, wenn es Hunger hat. Gerade bei Neugeborenen kann das ganz schön häufig sein. Regeln, wie das Stillen in einem 4-Stunden-Rhythmus sind veraltet. Sorgen Sie sich nicht, dass Sie Ihrem Baby bei einem kürzeren Stillrhythmus nicht genug Milch bieten können. Je mehr Milch Ihr Baby bei Ihnen trinkt, desto mehr Milch wird Ihr Körper produzieren. Während Neugeborene noch sehr häufig trinken möchten – manchmal jede Stunde – nimmt der Still-Hunger meist ab, wenn Ihr Baby etwas älter wird.

Abstillen und Zufüttern

Generell können und sollen Sie solange stillen, wie es Ihnen und Ihrem Baby guttut. Die Weltgesundheitsorganisation WHO gibt die Empfehlung, frühestens nach sechs Monaten abzustillen. Ab dem fünften Monat können Sie – je nach Appetit Ihres Babys – beginnen, Beikost zuzufüttern. Langsam reichen die in der Muttermilch enthaltenen Nährstoffe allein nicht mehr aus. Stillen können Sie das Baby aber natürlich weiterhin. Sobald Ihr Kind mehr und mehr andere Nahrung und weniger Muttermilchmahlzeiten zu sich nimmt, geht auch allmählich die Milchbildung zurück.

Abpumpen von Muttermilch

Das Abpumpen von Muttermilch ist eine gute Lösung, wenn Sie Ihr Baby in den ersten Monaten ausschließlich stillen möchten, aber trotzdem etwas flexibler und unabhängiger sein wollen. Wenn Sie einen Termin wahrnehmen möchten oder einfach mal ein paar Stunden entspannen möchten, kann Ihr Partner dem Baby in dieser Zeit das Fläschchen geben, ohne dass Ihr Baby auf die wertvollen Nährstoffe der Muttermilch verzichten muss.

 

Zum Abpumpen der Muttermilch gibt es mechanische und elektrische Modelle – probieren Sie aus, was sich für Ihre Ansprüche eignet und womit Sie am besten zurechtkommen. Milchpumpen können Sie in Apotheken gegen Gebühr leihen. Bei der Lagerung abgepumpter Milch gilt es jedoch einiges zu beachten, da Sie nur begrenzt haltbar ist. Bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt es Tipps für den hygienischen Umgang mit abgepumpter Muttermilch.

Säuglingsmilch aus dem Fläschchen

Gründe, warum ein Säugling mit dem Fläschchen statt mit der Muttermilch ernährt wird, gibt es viele. Ob aus medizinischem oder persönlichem Anlass – machen Sie sich nicht zu viele Gedanken, wenn es mit dem Stillen nicht klappt. Muttermilch ist zwar nicht gleichwertig durch ein Fertigprodukt zu ersetzen, die Zusammensetzung der im Handel erhältlichen Produkte ist aber wissenschaftlich auf dem neuesten Stand und bietet Ihrem Baby alles, was es braucht, um gesund zu wachsen.   

 

Auch beim Füttern mit der Flasche müssen Sie und Ihr Baby nicht auf die körperliche Nähe verzichten. Wenn Sie Ihr Baby in den Arm nehmen und nah zu sich herannehmen, fühlt es sich wohl und gut aufgehoben. Auch wenn Sie beim Füttern Blickkontakt halten, stärkt das die Bindung zwischen Ihnen. Ein klarer Vorteil beim Fläschchen: Die Eltern können sich mit dem Füttern abwechseln. Das verschafft nicht nur der Mutter Entlastung, sondern stärkt auch die Bindung zwischen Baby und Vater.

Pre-Nahrung: Angeglichen an die Muttermilch

Die sogenannte Pre-Nahrung ist das Äquivalent zur Muttermilch und kann im ganzen ersten Jahr gegeben werden. Auch beim Füttern mit Säuglingsmilch sollten Sie sich nach dem individuellen Bedarf Ihres Babys richten. Orientieren Sie sich nicht an bestimmten Zeitabständen, sondern achten Sie auf die Zeichen Ihres Babys. Wie bei der Muttermilch auch, sollte das Baby so viel Nahrung bekommen, wie es benötigt.

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