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Wassereinlagerungen (Ödeme) in den Gliedmaßen – umgangssprachlich auch „dicke“ Beine oder Füße genannt – treten im letzten Schwangerschaftsdrittel recht häufig auf. Da vermehrte Wassereinlagerungen in den Beinen und am übrigen Körper auch ein Anzeichen für eine Präeklampsie sein können, sollten Sie die Ursache unbedingt ärztlich abklären lassen.

Wie entstehen Wassereinlagerungen?

Ödeme sind vermehrte Wassereinlagerungen im Gewebe, die durch die unterschiedlichsten Ursachen entstehen können. In der Schwangerschaft werden die Wassereinlagerungen durch die veränderten Körperfunktionen verursacht. Hormonell bedingt sind jetzt bei Ihnen die Blutgefäße weiter und durchlässiger als normal, so dass das Blut schlechter abtransportiert werden kann und leichter im Gewebe versackt. In den Zellzwischenräumen des aufgelockerten Gewebes sammelt sich dann das Wasser an – besonders abends und an warmen Tagen.

Wassereinlagerungen vorbeugen und lindern

  • Lassen Sie sich Kompressionsstrümpfe verschreiben. Wenn Sie diese gleich morgens im Liegen anziehen, kann so im Laufe des Tages weniger Blut in die Beine sacken.
  • Entlasten Sie, so oft es geht, Ihre Beine. Am besten zwei- bis dreimal am Tag für ca. 15 Minuten.
  • Versuchen Sie langes Stehen oder Sitzen zu vermeiden.
  • Lagern Sie auch in der Nacht die Beine etwas höher als das Becken.
  • Trinken Sie täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter, um Ihren Stoffwechsel in Gang zu halten.
  • Bleiben Sie mit Spazierengehen oder Radfahren in Bewegung. Besonders empfehlenswert ist Schwimmen oder Wassergymnastik, da durch den Wasserdruck die Ödeme quasi sanft massiert werden.
  • Voll- oder Fußbäder mit der Zugabe von Meeressalz wirken sich ebenfalls lindernd auf Wassereinlagerungen aus.

Ist eine salzarme Kost bei Ödemen sinnvoll?

Früher wurde tatsächlich oft empfohlen, bei Wassereinlagerungen weniger zu trinken und die Salzzufuhr zu begrenzen. Dieser Ratschlag gilt als veraltet und verstärkt sogar eher noch die Probleme. Würzen Sie Ihre Speisen bitte wie gewohnt und wie es Ihnen schmeckt – außer es wird Ihnen ärztlich empfohlen.

Darf ich in der Schwangerschaft Entwässerungsmittel nehmen?

Sie dürfen nur entwässernde Medikamente oder entwässernde Tees (Brennnessel) einnehmen, wenn es durch eine Ärztin oder einen Arzt verordnet wurde. Anderenfalls sind sämtliche Entwässerungskuren – also auch Reis- oder Obsttage – in der Schwangerschaft tabu. Trinken Sie bitte auch weiterhin ausreichend Wasser!

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